Höhentraining für die Ausdauer Sport

Höhentraining für die Ausdauer


Die Sportgrößen treffen sich in Alma Ata oder in St. Moritz. Aber auch in den mexikanischen Anden trainieren die weltbesten Sport-Teams im sogenannten „Höhenlager“. Inzwischen kann sich allerdings jeder ein Höhentraining gönnen. In einigen deutschen Städten wird bereits eine Höhenlager-Simulation angeboten. Doch bringt das wirklich was für die Kondition?

Der Test mit der Atemmaske

Im Gesundheitszentrum wird zunächst eine Leistungsdiagnostik durchgeführt. Mit einer speziellen Atemmaske geht es auf das Laufband, das alle 2 Minuten einen Stundenkilometer zulegt. Die so mit dem Teilnehmer ermittelten Schwellenwerte liefern die gewünschten Erkenntnisse zum persönlichen Leistungsgrad.

Stickstoff verdrängt den Sauerstoff

Eine weitere Messung betrifft die Sauerstoffsättigung im Blut. Auch hier reagiert jeder anders, doch ist auch dieser Wert etwa für Hoch-Alpinisten entscheidend. Im Messraum wird die Stickstoffzufuhr auf die zu testende Höhenlage eingestellt – zum Beispiel auf 2.500 Meter. Während der Teilnehmer wiederum auf dem Laufband joggt, trudeln die Messwerte ein. Der Puls steigt, denn das Herz versucht, unter der Trainings-Last den künstlich erzeugten Sauerstoffmangel auszugleichen.

Bereits nach wenigen Tagen spürt der Trainierende eine Verbesserung seiner Leistungsfähigkeit in „dünner“ Luft. Noch deutlichere Ergebnisse lassen sich allerdings erst nach einigen Wochen des sauerstoffarmen Trainings feststellen.

Was passiert im Körper?

Umso weniger Sauerstoff dem Körper und damit auch dem Blut zur Verfügung steht, desto schneller setzt die sogenannte Hypoxie ein. Der Körper bildet Erythropoetin, kurz EPO genannt. Das bekannte Doping-Hormon regt die Bildung der roten Blutkörperchen an, denn diese transportieren den Sauerstoff zu den Muskeln. Umso mehr Sauerstoff bei den Muskeln ankommt, desto höher ist auch die Leistungsfähigkeit. Beim Höhentraining „lernt“ der Körper, mit dem Sauerstoffmangel umzugehen, was ihm in der Folge auch beim Training unter normalen Sauerstoffbedingungen zugute kommt.

Der Trainingsplan im Studio-Höhenlager

Es werden etwa 12 Leistungseinheiten plus einer Leistungsdiagnostik angeboten. In speziellen Höhenräumen erfolgt dann das Training, das etwa 2 bis 3-mal pro Woche stattfindet. Unter reduzierten Sauerstoffbedingungen wird auf dem Laufband und in Abhängigkeit von der Kondition des Teilnehmers trainiert. Die Ergebnisse zeigen sich in etwa vier Wochen – aber dann auch im regulär gefüllten Trainingsraum des Fitness-Studios.


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