Meditation – Hip und Heilsam 2 Gesundheit

Meditation – Hip und Heilsam


Keine Gedanken verfolgen, an nichts denken. Jeder, der sich schon mal mit dem Meditieren versucht hat weiß, dass das leichter gesagt als getan ist. Doch keine Panik, das muss nämlich alles überhaupt nicht sein. Wer beim Meditieren die Gedanken einfach dahingleiten lässt, beamt sein Gehirn in ganz neue Dimensionen – und das ist viel effektiver als die „Leere“. Gehirn-Scans aus Norwegen lieferten gerade erst den Beweis.

Denken ist effektiver als nicht denken
Die neue Studie des St. Olavs Krankenhauses in Trondheim, die in Zusammenarbeit mit der Universität von Oslo durchgeführt wurde belegt, dass Meditation Gehirnareale aktiviert, die bei simpler Entspannung nicht angesprochen werden. Unser Gefühl sagt uns ohnehin Ähnliches: Umso stressiger es wird, desto mehr möchten wir meditieren, stillsitzen, Ausgleich schaffen. Einfach irgendetwas unternehmen, um den Stress nicht ganz so negativ zu empfinden oder um einfach neue Kraft zu tanken. Die Meditation, zu der auch Zen-Techniken, Transzendale Meditation oder auch Yoga gehören, sind in unserer Stress-Kultur bereits seit einiger Zeit die Anti-Stress-Mittel der natürlichen Wahl.

Im Wesentlichen lassen sich alle Arten des Meditierens in zwei Hauptgruppen einteilen:
– Konzentrative Meditation, mit der Konzentration auf Atmung und bestimmte Gedanken
– Nicht-direktive Meditation, die den Gedankenfluß erlaubt.
Die Teilnehmer der norwegischen Studie hatten Erfahrung mit einer der nicht-direktiven Arten der Meditation, die in Norwegen „Acem“ genannt wird.

Meditieren – mehr als eine Anti-Stress-Waffe
Die Norweger Forscher zeigten, dass Meditierende mehr Ideen und Gefühle im Gehirn verarbeiten, als wenn der Teilnehmer einfach nur entspannt. Auch ist der Fluss der Gedanken effektiver, als die Konzentration auf das Erreichen einer „Leere“ im Gehirn. In ihrer Veröffentlichung im Journal „Frontiers in Human Neuroscience“ deuten die Wissenschaftler an, dass Meditation mehr ist als ein Weg, den Stress zu reduzieren.

Mit Gehirnübungen zum besseren Menschen
Ein weiteres Forscherteam hatte ohnehin bereits herausgefunden, dass ein Gehirntraining von nur sieben Stunden Menschen insgesamt netter macht und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie anderen helfen. Die US-Wissenschaftler entdeckten, dass ein Training für mehr Mitgefühl das Gehirn von Menschen verändert. Eine andere wissenschaftliche Studie fand, dass Menschen nach einem Training für mehr Mitgefühl deutlich häufiger ihr eigenes Geld an in Not geratene Mitbürger spenden würden, als in der Vergleichsgruppe, die sich zuvor einer kognitiven Neubewertung von Gefühlen unterzogen hatte. Auch das Mitgefühls-Training aktiviert mehr Bereiche im Gehirn der Absolventen, als bei untrainierten bzw. weniger mitfühlenden Menschen.

Der Weg ist das Ziel

Das Ziel ist klar – wir werden bessere Menschen, um so das Meiste oder vielleicht auch das Beste aus unserem Gehirn herauszuholen. Ein Weg ist – so nun auch die wissenschaftliche Erkenntnis – die Meditation.


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